An Dikjen Deel knüpft sich die Sage,
ein Sturm hat einst in düstrer Nacht
ein Schiff vorm Sylter Weststrand in Schieflage
und so in arge Seenot dann gebracht.
Das Schiff zerschellte auf der Sandbank,
von der Ladung war nichts mehr zu retten.
Die ganze Mannschaft jämmerlich ertrank
bis auf den Schiffer Manne Tetten.
Erschöpft, mit Mühe und mit letzter Kraft
erreichte er den heimatlichen Strand.
Die Geldschatulle hat er noch gerafft,
in der Lohn jahrelanger Arbeit sich befand.
Der Schiffbruch nah beim alten Eidum war.
Gierige Strandräuber hatten ihn gesehen,
statt ihm zu helfen aus Not und Gefahr,
kam es zu schrecklichem Geschehen.
Mitleidlos fielen sie mit Knüppeln über ihn her,
schlugen ihn, bis er sich am Boden wand.
Verletzt und geschunden, ohne Gegenwehr
verscharrten sie ihn dann im Dünensand.
Er richtete sich sterbend noch einmal empor,
da stießen sie ihn zurück in den Sand.
Er streckte immer wieder einen Arm hervor,
da hieben sie ab ihm die rechte Hand.
Die Mörder schleppten ihre Beute fort.
Nachts wandelt seitdem nun dann und wann
mit blutigem Armstumpf an diesem Ort
umher ein Gespenst, der Dikjendälmann.
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