Hörnum – als sonniger Süden von Sylt bekannt –
hat Strände und Dünen mit sehr viel Sand.
In Hörnum sei – kann man in der Sage lesen –
eine Düne mehr als hundert Fuß hoch gewesen.
Höhe und Länge, wie vom Chronisten beschrieben
sind gar nicht mal so arg übertrieben.
Denn die gewaltige Düne neben unserem Haus
sieht doch sehr beeindruckend aus.
Von den Syltern wird die Düne Buder genannt,
früher eine Reihe von Fischerbuden dort stand
in einer ruhig gelegenen Meeresbucht,
die man als Tourist heute gerne besucht.
Die Fischer von Sylt haben die Buden genutzt,
hier ihren Fischfang gesalzen und geputzt.
Doch diente wohl früher auch dieses Eck
Seeräubern als Schlupfwinkel und als Versteck.
Einst, als alle Männer auf See hinaus gefahren,
zwei Jungfrauen in den Buden alleine waren.
Da landeten an dem versteckten Ankerplatz
schwedische Piraten und machten Rabatz.
Als die Frauen die Schweden bemerkten,
sich Abscheu, Ängste und Furcht bestärkten.
Nichts Gutes ahnend flohen die beiden,
sie wollten keine Schmach erleiden.
Die zwei rasch in Richtung Rantum rannten,
da sie dort die Dünenlandschaft kannten.
Eine hatte bald einen Vorsprung gewonnen
und ist den Häschern in den Dünen entkommen.
Die andere war am Strand entlang gelaufen
und hörte bald hinter sich lüsternes Schnaufen.
Die Piraten holten sie ein und kamen ihr näher,
doch setzte die Maid sich heftig zur Wehr.
Wild um sich schlagend, mit Kratzen und Beißen,
gelang es ihr schließlich, sich los zu reißen.
Die Horde versperrte die Wege am Strand
da ist sie direkt in die Syltsee gerannt.
Lieber, als ihre Ehre herzugeben,
wollte die Jungfrau nicht länger mehr leben.
Von den Wogen erfasst, in die Tiefe gesunken,
ist die keusche Sylterin dann ertrunken.
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